Geburtstagssegen

Es ist der letzte Sonntag im Monat. Zu Beginn des Gottesdienstes frage ich: „Wer ist heute hier, um sich seinen Geburtstagssegen abzuholen?“ Dreißig bis vierzig Hände gehen hoch. Gegen Endes des Gottesdienstes bitte ich sie nach vorne. Sie alle haben einen schriftlichen Gruß zum Geburtstag bekommen. Von 1 bis 107 Jahren, je nach Alter auf einer passenden Karte. Darauf stand auch die Einladung, sich am letzten Sonntag im Monat im Gottesdienst segnen zu lassen. Das ist unsere Aktion zum Jahr der Freiräume: Alle bekommen Post zum Geburtstag und alle werden zum Geburtstagssegen eingeladen. Dreimal war es mittleierweile schon so weit. Und jedes Mal waren wir gespannt: Wie viele würden wohl kommen?

Es waren bisher jedes Mal um die Vierzig Personen, von ganz klein bis hochbetagt. Wie beim Abendmahl versammeln sie sich in einem großen Kreis um den Altar. Mit vier Mitarbeitern teilen wir den Geburtstagssegen aus, damit es nicht zu lange dauert. Jeder wird persönlich angesprochen. Jedem werden Hände aufgelegt. Jeder wird gesegnet. Dazu spielt die Orgel, oder auch die Jugendband. Auch die, die nicht gesegnet werden, sind während dieser feierlichen Zeit ganz dabei und freuen sich mit. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Kaffee und Kekse an Stehtischen. Wir  bleiben dazu wie immer in der Kirche. Viele Geburtstagskinder sind lange nicht in der Kirche gewesen. Aber diese persönliche Einladung hat sie angesprochen. Und wenn Sie Geburtstag haben, aber nicht in Harsefeld wohnen? Kommen Sie einfach trotzdem! Am letzten Sonntag  im April ist es wieder soweit.

Pastor Axel Rothermundt in der Kolumne der Kirchen im Stader und Buxtehuder Tageblatt