Die Weichen auf Zukunft stellen

Am Freitag, den 27. April 2007, haben die Kirchenkreise Stade und Buxtehude den Leitungswechsel im gemeinsamen Kirchenamt mit einem Gottesdienst in der St.-Wilhadi-Kirche und anschließendem Empfang im Pastor-Behrens-Haus in Stade begangen. Kirchenverwaltungsrat Siegfried Waschk ist als Leiter des Kirchenamtes in Stade in den Ruhestand verabschiedet worden. Als seine Nachfolgerin wurde Kirchenamtsrätin Gabriele Furche eingeführt. Ihr Stellvertreter ist der bisherige Leiter des Kirchenkreisamtes Buxtehude, Werner Hecht.

Gabriele Furche war bereits seit 16 Jahren stellvertretende Leiterin des Kirchenkreisamtes in Stade. Nach der Fusion der Kirchenkreisämter Stade und Buxtehude ist nun eine ihrer vordringlichsten Aufgaben, das Zusammenwachsen der beiden Ämter zu gestalten. Das gilt zum einen für die insgesamt 22 Mitarbeiter, von denen acht aus dem Buxtehuder Amt nach Stade umgezogen sind. Zum anderen müssen sich die Kirchengemeinden auf die neue Aufgabenverteilung im Kirchenamt einstellen. „Das ist eine Menge Stress und Arbeit“, sagt Gabriele Furche. Aber sie sieht auch den Nutzen der Zusammenlegung für eine effektivere und zukunftsfähige Verwaltung: „Die Fusion war genau das Richtige“.

Das neue Kirchenamt leistet die Verwaltungsarbeit für 21 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Stade und 11 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Buxtehude mit insgesamt rund 110.000 Gemeindegliedern. Außerdem betreut das Amt das Bildungswerk Elbe-Weser, das Bildungszentrum Bad Bederkesa, den Diakonieverband, die Familienbildungsstätte Kehdingen/Stade, die Seemannsmission, das Dorfhelferinnenwerk und die Evangelische Erwachsenenbildung.

Die Kirchengemeinden in die Lage zu versetzen, selbständig und verantwortlich Entscheidungen zu treffen, sieht Gabriele Furche als eine wichtige Aufgabe des Amtes an. Gleichzeitig ermutigt sie die Kirchenvorstände, die Hilfe der Verwaltung auch wirklich in Anspruch zu nehmen: „Es gibt keine Frage, die zu dämlich ist.“ Die Ideen und Erfahrungen aus über 30 Gemeinden müsse man in Zukunft noch stärker untereinander kommunizieren. „Das ist ein Schatz, den wir heben sollten“, sagt Gabriele Furche.

Das Zusammenarbeit der Kirchengemeinden ist auch für den scheidenden Amtsleiter Siegfried Waschk eine wichtige Zukunftsaufgabe. Der Kirchenkreis müsse außerdem durch eine weitsichtige Stellenplanung und die Unterstützung eines professionellen Fundraising die richtigen Weichen für die Zukunft stellen. Die Zusammenlegung der Verwaltungsstellen für Stade und Buxtehude war auch seiner Meinung nach dringend nötig. Bereits 1972, als Siegfried Waschk Leiter des Stader Kirchenkreisamtes wurde, habe man über eine Fusion nachgedacht. Im Vergleich zu damals sei Verwaltung heute viel komplizierter. Aber auch die Verantwortung und die Freiheiten der Kirchenkreise seien heute größer: „Wir müssen nicht mehr alles und jedes von Hannover genehmigen lassen“.

Gabriele Furche

Siegfried Waschk