Einheit der Kirche ist Modell für Europa

Hochrangiger Besuch in der St.-Petri-Kirche in Buxtehude: Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland, Martin Schindehütte, war zu Gast beim Neujahrsempfang des Kirchenkreises Buxtehude am Freitag, 09.02.2007. Der Einladung des Buxtehuder Superintendenten, Dr. Helmut Blanke, waren rund 250 Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen gefolgt.

In seiner Festansprache zum Thema "Europäische Identität und interkultureller Dialog" hob Martin Schindehütte die Rolle der Kirchen für das Zusammenwachsen der europäischen Nationen hervor. Es seien christliche Werte und Grundideen gewesen, die nach den beiden Weltkriegen in Europa geholfen haben, die Gesetzmäßigkeiten der Vergeltung zu durchbrechen. So sei die Geschichte der EU zu einer Geschichte der Versöhung geworden. "Die ökumenische Einheit der Kirchen ist ein Modell für die Einheit in der Verschiedenheit, die wir in Europa brauchen", sagte Bischof Schindehütte.

Zuvor hatte Superintendent Blanke allen Anwesenden für ihren Einsatz für die Kirche im zurückliegenden Jahr gedankt. Der Kirchenkreis Buxtehude sei auf einem guten Weg in die Zukunft. Die Pfarrstellen seien für die nächsten Jahre sicher, der Haushalt könne ohne Kredite finanziert werden, und "wir denken nicht einmal ansatzweise darüber nach in unserem Kirchenkreis Kirchen zu schließen." Stellenkürzungen gebe es für die Diakone. Ihre Arbeit müsse in Zukunft neu strukturiert werden. Für eine effektivere Verwaltung seien seit Beginn des Jahres die Kirchenkreisämter in Buxtehude und Stade zusammengelegt worden. Eine Fusion der Kirchenkreise sei aber auch für die absehbare Zukunft nicht geplant.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Kreiskantor Reinhard Gundlach an der Orgel und Boris Havkin an der Trompete.

Der Vortrag von Bischof Schindehütte im Wortlaut.

Bischof Martin Schindehütte (links) und Superintendent Helmut Blanke (Foto: Uwe Junge).