VW-Bus für Tschernobyl-Klinik

Die Mitarbeiter der Tuberkulose-Klinik in der weißrussischen Stadt Retschiza können sich freuen: Für notwendige Krankentransporte bekommen sie einen neuen VW-Transporter. Die Arbeitsgemeinschaft "Hilfe für Tschernobyl-Kinder" im Kirchenkreis Buxtehude hat das Fahrzeug dank großzügiger Spenden anschaffen können und wird den Transporter nun nach Weißrussland überführen.

Pastor Hans-Otto Gade und seine Frau Marion, die die Buxtehuder Tschernobyl-Hilfe koordinieren, kennen die Situation in der durch das Reaktorunglück von 1986 kontaminierten Region aus eigener Anschauung (einen ausführlichen Bericht von ihrem letzten Besuch lesen Sie hier). Sie wissen, dass der neue Transporter für die Versorgung der Patienten eine große Hilfe bedeutet.

Die Klinik in der 50.000-Einwohner-Stadt Retschiza versorgt vor allem Tuberkulose-Kranke. Ihre Zahl steigt infolge der permanenten Niedrigstrahlung nach der Tschernobyl-Katastrophe ständig an . Außerdem erschwert die zunehmende soziale und wirtschaftliche Not der Menschen die Gesundheitsversorgung.

Etwa 2.500 Patienten werden durch die Klinik versorgt, müssen transportiert oder auch zu Hause aufgesucht und behandelt werden. "Bisher hatte die Klinik nur einen 30 Jahre alten Volvo-Variant zur Verfügung, der nun dringend ersetzt werden muss", berichtet Hans-Otto Gade. "Wir sind sehr dankbar, dass wir durch großherzige Spenden nun helfen können."

Der Lions Club Buxtehude und das VW-Autohaus Meyer in Beckdorf haben jeweils 2.000 Euro für das neue Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Der Kirchenkreis Buxtehude war aufgrund  einer umfangreichen Einzelspende in der Lage, die Restfinanzierung dieses Fahrzeuges sicher zu stellen. Marion und Hans-Otto Gade betonen, dass für diesen Bus keine Gelder verwendet werden, die für die direkte Hilfe für Kinder gedacht sind.

Weitere Informationen zur Buxtehuder Tschernobyl-Hilfe finden Sie hier.

Hans-Joachim Meyer vom Autohaus, Pastor Hans-Otto Gade und Lions-Club-Präsident Rüdiger Graeger (v.l.n.r.)