Zwölf Frauen und Männer aus dem Elbe-Weser-Raum in die Synode nach Hannover gewählt

Die Wahl zur 26. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist abgeschlossen. Die Mitglieder der Kirchenvorstände und der Kirchenkreistage sowie die Pastorinnen und Pastoren der Landeskirche haben per Briefwahl 66 Mitglieder für das Kirchenparlament bestimmt, zwölf von ihnen kommen aus dem Elbe-Weser-Raum. 

„Ganz herzlich gratuliere ich den neu gewählten Synodalen. Sie übernehmen einen wichtigen und herausfordernden Dienst. So werden sie die Rahmenbedingungen für die Arbeit in unseren Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen mitgestalten und über die Zukunftsperspektive unserer Kirche nachdenken", sagte Landesbischof Ralf Meister. "Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und wünsche ihnen für ihre Aufgabe Gottes Segen." 

Auch Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy, leitender Geistlicher der evangelisch-lutherischen Gemeinden zwischen Elbe und Weser gratuliert den gewählten Kandidatinnen und Kandidaten: „Die neue Synode wird wichtige Weichen für die Zukunft stellen müssen. Es ist gut, dass dialogfähige, sachkundige und engagierte Frauen und Männer aus unserer Region in die Synode nach Hannover gewählt worden sind. Ich danke Ihnen ebenso wie allen anderen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft. Als Regionalbischof für den Sprengel Stade freue ich mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Synodalen.“

Zwischen Elbe und Weser, dem Sprengel Stade, wurde in zwei Wahlkreisen gewählt. Für den  Wahlkreis 7 (Kirchenkreise Bremerhaven, Buxtehude, Cuxhaven-Hadeln, Stade, Wesermünde) ziehen in die Synode ein: Superintendent Dr. Martin Krarup (Buxtehude) und Pastorin Maike Maren Selmayr (Cuxhaven) sowie Kirchenamtsleiterin Gabriele Furche (Stade). Für die Ehrenamtlichen sind es Alica Tjordis Martin (Bremerhaven), Ruth Scheffler-Hitzegrad (Cadenberge) und Kai Köser (Stade). Die Wahlbeteiligung lag in diesem Wahlkreis bei 60%.

Den Wahlkreis 8 (Kirchenkreise Bremervörde-Zeven, Osterholz-Scharmbeck, Rotenburg (Wümme), Verden) vertreten zukünftig in Hannover: Pastor Andreas Hannemann (Sittensen) und Pastorin Birgit Spörl (Ritterhude) sowie Kirchenkreissozialarbeiter Norbert Wolf (Zeven). Für die Ehrenamtlichen sind es Angelus Müller (Oese), Anke Göbber (Kirchlinteln) und Merle Garbade (Osterholz-Scharmbeck). Die Wahlbeteiligung betrug in diesem Wahlkreis 67,36 %.

Insgesamt hatten in den zehn Wahlkreisen der Landeskirche 79 Männer und 62 Frau für das Kirchenparlament kandidiert. „Ein großer Dank gilt allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die Wahl zur Landessynode haben aufstellen lassen und so gezeigt haben, dass sie in der Hannoverschen Landeskirche im größten Leitungsorgan Verantwortung übernehmen möchten“, so Landesbischof Ralf Meister.

Im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren ist der Frauenanteil der gewählten weiblichen Synodalen deutlich von 46% auf jetzt 55% gestiegen.

 

Information: Die Landessynode

Die Landessynode ist als Kirchenparlament eines der fünf kirchenleitenden Organe, zu denen außerdem der Landesbischof, der Bischofsrat, der Landessynodalausschuss und das Landeskirchenamt gehören. (Hinweis: Bis zum Inkrafttreten der neuen Verfassung am 1.1.2020 bildet der Kirchensenat ein sechstes kirchenleitendes Organ.) 
Die Landessynode wird für jeweils sechs Jahre gewählt. Zu ihren Aufgaben zählt die Gesetzgebungskompetenz. Sie beschließt über sämtliche Kirchengesetze und verabschiedet den landeskirchlichen Haushaltsplan. Sie wählt den Landesbischof oder die Landesbischöfin und wirkt mit an der Wahl der hannoverschen Mitglieder der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, die zugleich Mitglieder der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands sind. Außerdem berät die Landessynode über wichtige Themen des kirchlichen und öffentlichen Lebens im Gebiet der Landeskirche.

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Sonja Domröse, 26.9.2019

 

Die detaillierten vorläufigen Wahlergebnisse finden sich hier.

Foto: Jens Schulze

Aus dem Kirchenkreis Buxtehude wurde Sup. Martin Krarup gewählt (Foto: privat).