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Den Bedenkenträgern ein Schnippchen schlagenDer Kirchenkreis Buxtehude hat im Januar 2004 auf einer Zukunftskonferenz Visionen entwickelt.
Eine lebendige Kirche für die Menschen sein - das soll für die Kirchengemeinden der Region Buxtehude nicht nur ein frommer Wunsch bleiben. Der Kirchenkreis Buxtehude hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um sich auf die Herausforderungen der kommenden zehn Jahre vorzubereiten. Auf einer Zukunftskonferenz vom 16. bis 18. Januar 2004 haben 65 haupt- und ehrenamtliche Vertreter aus den Gemeinden ihre Visionen einer Kirche von morgen ausgetauscht und zielgerichtet Entwicklungsperspektiven erarbeitet. Ein "Sozialkaufhaus" der Diakonie, eine Service-Hotline für Fragen zum Glauben und zum Gemeindeleben, ein Begegnungszentrum und ökumenisches Wohnprojekt für Jung und Alt, eine Wiedereintrittstelle und eine Freiwilligen-Agentur - das waren nur einige der Ideen, die auf dieser Konferenz entwickelt worden sind. Über 40 Stunden lang wurde miteinander gearbeitet und diskutiert, kreativ und phantasievoll Zukunft inszeniert, wurden unermüdlich Flip-Charts und Pinnwände beschrieben. Ganz bewusst waren daran auch 10 "externe Gäste" beteiligt worden, Funktionsträger aus der Politik, von öffentlichen Einrichtungen und auch Künstler. Geleitet wurde die Zukunftskonferenz, die in einem Hotel in Bremen stattfand, von Professor Herbert Asselmeyer, Organisationsspezialist der Universität Hildesheim. Er moderierte zunächst einen ehrlichen Blick in die Vergangenheit genauso wie eine Kurzanalyse der gegenwärtigen Situation des Kirchenkreises. Hinzu kam dann das "Spinnen" an idealen Vorstellungen für die Zukunft - um gleich darauf wieder auf dem Boden der Tatsachen zu landen. Schnell wurde deutlich, dass viele der Beteiligen es satt haben, ständig über zurückgehende Kirchensteuern, sinkende Mitgliederzahlen und gekürzte Etats zu lamentieren. Eine Menge "sprühende Energie" nahm Superintendent Helmut Blanke in der Bearbeitung von insgesamt neun Themenfeldern wahr. Dazu gehören Überlegungen, wie die Kräfte in den Regionen gebündelt sowie Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit besser organisiert werden können. Und natürlich die Frage, wie der Trend sinkender Mitgliederzahlen umgekehrt werden kann. "Der Kirchenkreis begreift die Konferenz nicht als Strohfeuer, sondern als einen gut geplanten und begleiteten Entwicklungsprozess", betont Asselmeyer. Er wirbt dafür, kirchliche Veränderungen als Lernprozesse zu gestalten und warnt davor, den Bedenkenträgern das Feld zu überlassen, die in der Kirche breit repräsentiert seien. Dazu gehörten auch viele Theologen, die durch ihre Sprachgewalt manch gute modellhafte Ansätze der Ehrenamtlichen verhinderten. "Wenn sich kirchlich etwas ändern soll, muss 'das Andere' als Chance und Entwicklungsimpuls verstanden und gefördert werden", betont der 50-jährige Kommunikationswissenschaftler und Organisationspädagoge. In der Region Buxtehude mit seinen rund 50.000 Gemeindemitgliedern sollen die guten Ideen nicht versanden. Die Gemeinden, die Regionen und der gesamte Kirchenkreis haben mit den Ergebnissen der Konferenz nun konkrete Entwicklungsvorschläge an der Hand. "Zukünftige Schwerpunkte werden jetzt von Initiativgruppen weiter bearbeitet", bekräftigt Superintendent Blanke. © Evang.-luth. Kirchenkreis Buxtehude Letzte Änderung: 14. 01. 2012 |
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