Informationen auch zum Gebäudebedarfsplan und zu Präventions-Schulungen
Ahlerstedt. Bei ihrer Dezembertagung beschloss die Kirchenkreissynode (KKS) im Ahlerstedter Gemeindehaus zehn Prozent des Kirchenlandes für eine ökologische Aufwertung zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen des Energie-Management-Konzeptes wurden dafür Maßnahmen entworfen. Ziel ist es, auf Initiative der EKD und der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers bis 2045 Klimaneutralität in allen Gemeinden zu erreichen und bis 2035 80 Prozent der Treibhausgase (THG) zu reduzieren.
Torsten Bluschke, Vorsitzender des Umwelt- und Bauausschusses, stellte das von einer Arbeitsgruppe erstellte, wegweisende Konzept dazu vor. Dabei sollen diejenigen Kirchengemeinden, die über kircheneigene Flächen verfügen, in guter Kommunikation mit Landwirten und weiteren Pächtern die lokalen Bedingungen ausloten, welche Flurstücke dafür in Frage kommen.
Gedacht sei vornehmlich an Flächen „am Rande der Nutzbarkeit“, z. B. Brachflächen. Die Gemeinden sind also aufgerufen, möglichst Flurstücke, die zurzeit nicht verwertet sind oder nur geringe Pachteinnahmen erbringen, zu bestimmen und in maximal fünf Jahren mit Maßnahmen der ökologischen Verbesserung zu beginnen. Hierbei können sie Beratung, z. B. durch das Naturschutzamt des Landkreises Stade, die lokalen Naturschutzverbände oder die Jägerschaft, hinzuziehen. Eine jährliche Evaluierung ökologisch aufgewerteter Flächen durch fachkundige Dritte soll stattfinden.
Für den gesamten Kirchenkreis umfasst das Managementkonzept zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Kirchenland eine Fläche von etwa 40 Hektar.
Für die Berechnung der zehn Prozent sollen Wohnbauflächen unberücksichtigt bleiben. Dort sind bereits andere Maßnahmen zum Klimaschutz vorgesehen.
Beschluss auch über Kriterien für einen Gebäudebedarfsplan
In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Kriterienkatalog für den Gebäudebedarfsplan beschlossen. Diesen Katalog hatte eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des Kirchenamtes erarbeitet, der nach Bedarfen des Gemeindelebens, der Lage und gebäudespezifischen Themen unterscheidet. Die elf Gemeinden des Kirchenkreises sind nun aufgerufen, einen Fragebogen unter Berücksichtigung der entsprechenden Kriterien auszufüllen.
Grundschulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt verlaufen erfolgreich
Helena Santen, seit Jahresbeginn Beauftragte für Prävention sexualisierter Gewalt für die beiden Kirchenkreise Stade und Buxtehude, stellte die Ergebnisse ihrer Arbeit vor: Sie leitet derzeit die verbindlichen Grundschulungen für Ehrenamtliche und Hauptamtliche beider Kirchenkreise. Darüber hinaus ist Helena Santen Ansprechperson bei Fragen zum Schutzkonzept, zur Risikoanalyse oder bei weiteren Anliegen rund um das Thema sexualisierte Gewalt. Helena Santen wird zum Jahresende zur Präventionsarbeit auf EKD-Ebene wechseln. Superintendent Martin Krarup bedankte sich herzlich für ihre engagierte und kompetente Mitarbeit.
Die Schulungen werden mit jeweils etwa 15 Personen durchgeführt und stoßen auf eine positive Resonanz, berichtete Santen. Etwa 300 Personen seien in 2025 in beiden Kirchenkreisen geschult worden. Dabei habe man sich zunächst auf die Kirchenvorstände sowie die Mitarbeitenden in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konzentriert. Weitere Schulungstermine werden in Kürze bekannt gegeben.
Christa Haar-Rathjen